Mehr als nur Rot…

Mehr als nur Rot…

Seit den Anfängen des Motorsports wurde die Farbe Rot stets dazu verwendet italienische Wagen und Fahrer zu identifizieren. Nachdem in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Karosserien mit Sponsorenaufdrucken in der Formel 1 eingeführt wurden, blieb unter den Automobilbauern lediglich Ferrari der Tradition treu und behielt auch weiterhin ausschließlich die klassische rote Lackierung für die Rennwagen mit dem springenden Pferd bei. Konsequenterweise wurden somit im Laufe der Zeit die Serien- und Sportwagen mit eben dieser Farbe identifiziert. Tatsächlich gab es dazu sogar ein Sprichwort in der Gegend um Modena: ‘cinc sghei püssè ma russ’ (‚ein paar Lire mehr, solange er nur rot ist’). Rot war somit bei der Wahl der Wagenfarbe durch die Ferrari-Kunden beinahe obligatorisch geworden. Bis in die frühen 90er Jahre wurden 85 Prozent der in Maranello gefertigten Wagen mit einer roten Lackierung ausgeliefert.

Diese „Farbdynamik“ hat sich in den vergangenen Jahren drastisch geändert und Kunden können nun aus einer breiten Farb- und Typenpalette auswählen. Einen Ferrari zu erwerben ist eine exklusive Erfahrung. Der erst Schritt ist hierbei meist die Wahl der Wagenfarbe. Dabei handelt es sich hier um einen Personalisierungsbereich, der sich in den vergangenen Jahren extrem schnell entwickelt hat: nicht nur bezüglich der zur Verfügung stehenden Farben sondern vielmehr auch der zum Lackieren verwendeten Techniken.

Ein neuer Trend zeichnet sich nun mit Zweifarb-Lackierungen ab. Wie der Name es bereits verrät, dreht es sich hier um die Verwendung zweier kontrastierender Farben. Meist eine für das Dach und die andere für die restliche Karosserie. Zweifarb-Lackierungen waren in der Vergangenheit bereits extrem beliebt: das wohl berühmteste Beispiel ist hier der 250 GT, Baujahr 1957. Dieser traumhaft schöne Sportwagen besitzt eine weiße Karosserie mit grünem Dach und konnte sich so im Jahr 2009 beim Concours d’Elegance in der Villa d’Este und im Jahr 2010 beim Palm Beach Cavallino Classic Concours d’Elegance gegen eine prestigeträchtige Konkurrenz durchsetzen. Ferrari bietet den Kunden des Hauses nun bereits seit einigen Jahren die Option der Zweifarb-Lackierungen, eine Lösung, die sowohl die Eleganz der GT-Wagen als auch die Kraft und Aggressivität der Extremsportwagen unterstreicht.

Ferrari bringt nicht nur bei der Fertigung der Wagen des Hauses fortschrittlichste Technologien zum Einsatz, um die Fahrzeuge stets stärker zu machen und mehr Fahrspaß zu garantieren. Vielmehr werden High-Tech-Lösungen auch beim „Einkleiden“ der Wagen verwendet. Das springende Pferd entwickelte und führte unlängst eine fortschrittliche Lackiertechnik ein, die dem Wagen einen noch glänzenderen Lack verleiht. Dabei handelt es sich um die so genannte “Dreischicht”-Lackierung. Hier wird der Lack in drei verschiedenen Schichten aufgetragen, was der Karosserie eine tiefere und kräftigere Farbe verleiht als es durch eine traditionelle Metalliclackierung erreicht werden kann. Die neuartige Lackierung besitzt zudem ein changierendes Finish, das dann zum Tragen kommt, wenn Sonnenlicht aus verschiedenen Winkeln auf den Wagen trifft. Wird diese Dreischicht-Lackierung mit der Zweifarb-Karosserie eingesetzt, erhält man ein wahrlich atemberaubendes Ergebnis, das jedem Wagen des Hauses Ferrari noch mehr Charakter verleiht.

Doch das ist nicht das Ende der Geschichte bezüglich der Ferrari-Karosserien. Denn die Personalisierungsprogramme in Maranello stellen sicher, dass Kunden des Hauses noch eine weitere Option zur Verfügung stehen haben: die Möglichkeit eine Probe jener Farbe vorzulegen, in welcher ihr neuer Wagen lackiert werden soll. Diese Farbprobe kann von allen Gegenständen stammen, die der Kunde besitzt oder zu denen er ein ganz besonderes Verhältnis pflegt. Dies ist eine extrem beliebte Option und bedeutet, dass die Farbauswahl für Lackierungen der Wagen mit dem springenden Pferd tatsächlich unbegrenzt ist.

Seit dem Jahr 2004 verfügt das Ferrari-Werk in Maranello über eine hochentwickelte Anlage für wasserbasierte Lackierungen, mit denen die neuen EU-Emissionsauflagen sowie Energiesparmaßnahmen bereits drei Jahre vor ihrer Einführung eingehalten werden. Ferrari startete gleichzeitig auch ein spezielles Forschungsprojekt in welchem es darum geht die Farbpalette zu erweitern, um die stets anspruchsvolleren und unterschiedlichen Anforderungen der Kunden zufriedenstellen zu können. Dank einer Kombination aus fortschrittlichsten Verfahren und wertvollem Material aus den Archiven des Hauses gelang es Ferrari nun einen einzigartigen Katalog mit zehn außergewöhnlichen und exklusiven „historischen“ Farben zu präsentieren, wobei sich diese Lackierungen an den historischen Wagen der 50er und 60er Jahre inspirieren. In dieser wohlklingenden Liste sind Namen wie Blu Scozia zu finden - ein elegantes, dunkles Pastellblau, das vornehmlich an der Tourist Trophy teilnehmende Wagen auszeichnete - Avio Met, ein strahlendes, ultrasportliches Blau - und Vinaccia – eine Farbe mit starkem Charakter und ungewöhnlicher Persönlichkeit.

Gleichzeitig begann man bei Ferrari auch mit den “Challenge”-Lackierungen. Diese greifen die Streifen der Wagen auf, die in den Markenmeisterschaften des springenden Pferds zum Einsatz kommen. Diese Art von Lackierung wurde zum ersten Mal mit dem 430 Scuderia verwendet. Die Challenge-Lackierungen waren umgehend extrem beliebt für den Mittelmotor-Sportwagen und umfassen nun alles: von den sich an historischen Rennwagen inspirierenden Streifen, die verwendet werden, um die einzelnen an den Meisterschaften teilnehmenden Fahrer zu identifizieren, bis hin zu den Farben der italienischen Nationalflagge. Letztere Lösung ist besonders bei den nicht-italienischen Kunden des springenden Pferds extrem beliebt, um den italienischen Charakter und die Qualität ihrer Wagen zu unterstreichen.

Ferrari entwickelte das Personalisierungsprogramm, um Kunden in aller Welt eine breite Palette an Auswahlmöglichkeiten zu bieten, um sicherzustellen, dass sie einen wahrlich einzigartigen Wagen besitzen. Dank zehntausender Kombinationsmöglichkeiten kann nun behautet werden, dass kein Ferrari dem anderen gleicht.

Das Ergebnis dieser Entwicklung ist, dass sich die von Ferrari gefertigten Wagen nun in einer noch nie zuvor dagewesenen Farbenvielfalt präsentieren. Selbstverständlich dominieret auch heute noch die traditionelle rote Lackierung: 45 Prozent aller in den vergangenen Jahren gefertigten Wagen wurden in dieser Karosseriefarbe ausgeliefert. Davon einmal abgesehen kann man jedoch feststellen, dass sich die Entscheidungen der Kunden bezüglich der Lackierungen im gleichen Zeitraum stark verändert und diversifiziert haben. Während zu Beginn des Jahrtausends nur rund ein Prozent der Wagen mit einer Sonderlackierung bestellt wurde, waren es im Jahr 2010 bereits zehn Prozent. Das Fazit: es muss nicht unbedingt mehr Rot sein, um ein Ferrari zu sein.

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